Theodor Fontane. Vertaling in Afrikaans

 

 

 

Theodor Fontane (1819 – 1898). Vertaling van Duits in Afrikaans. Vert. deur Robert Schall

 

Oujaarsnag

 

Die dorp is stil, stil is die nag,

die moeder slaap, die nooi hou wag,

sy dek, vir twee, die tafel om

te wens dat middernag moet kom.

 

Vir wat die onrus en gesmag?

Wie is die gas om middernag?

Vra maar, sy weet niks van die man,

weet net wat in die sage staan.

 

Dié sê: Wanneer ’n meisie wag

om twaalf uur in die Oujaarsnag,

as sy die tafel dek vir twee,

sal haar aanstaande voor haar tree.

 

Al had sy hom nog nooit bespeur

en was hy honderd myle ver,

hy stap daar in en sit daar aan

en eet en drink, om weer te gaan. –

 

Twaalf slaan die klok, sy luister, skrik,

sy wens sy het nie opgesit,

afgryse vul haar, sy is bang,

sy wil die vryer nie ontvang.

 

Die wyser loop by twaalf verby,

niemand kom in, sy, net te bly,

hou op om na die deur te staar –

toe sit hy al die tyd langs haar.

 

Sy oë gloei, sy vel is grou,

sy het dié man nog nooit aanskou,

hy skink sy drank, en gluur, en sê:

»Nog hierdie nag sal ek jou hê.

 

Wat ék doen, doen ek in ’n kits,

ek kies, verskyn en vry soos blits,

ek is jou man en jy my vrou,

en ek die priester wat ons trou.«

 

Hy gryp haar beet, daar’s een, één gil;

haar moeder kom, sien wyn, verspil;

te laat, te laat, – sy staan versteen:

dood is haar dogter en – alleen.

 

***

 

Silvesternacht

Theodor Fontane

 

Das Dorf ist still, still ist die Nacht,

Die Mutter schläft, die Tochter wacht,

Sie deckt den Tisch, sie deckt für zwei,

Und sehnt die Mitternacht herbei.

 

Wem gilt die Unruh? wem die Hast?

Wer ist der mitternächtge Gast?

Ob ihr sie fragt, sie kennt ihn nicht,

Sie weiß nur, was die Sage spricht.

 

Die spricht: Wenn wo ein Mädchen wacht

Um zwölf in der Silvesternacht,

Und wenn sie deckt den Tisch für zwei,

Gewahrt sie, wer ihr Künftger sei.

 

Und hätt’ ihn nie gesehn die Maid,

Und wär’ er hundert Meilen weit,

Er tritt herein und schickt sich an,

Und isst und trinkt, und scheidet dann. –

 

Zwölf schlägt die Uhr, sie horcht erschreckt,

Sie wollt’, ihr Tisch wär’ ungedeckt,

Es überfällt sie Angst und Graun,

Sie will den Bräutigam nicht schaun.

 

Fort setzt der Zeiger seinen Lauf,

Niemand tritt ein, sie atmet auf,

Sie starrt nicht länger auf die Tür, –

Herr Gott, da sitzt er neben ihr.

 

Sein Aug’ ist glüh’, blass sein Gesicht,

Sie sah ihn all’ ihr Lebtag nicht,

Er blitzt sie an, und schenket ein,

Und spricht: »Heut Nacht noch bist du mein.

 

Ich bin ein stürmischer Gesell’,

Ich wähle rasch und freie schnell,

Ich bin der Bräut’gam, Du die Braut,

Und bin der Priester, der uns traut.«

 

Er fasst sie um, ein einz’ger Schrei;

Die Mutter hört’s, sie kommt herbei;

Zu spät, – verschüttet liegt der Wein,

Tot ist die Tochter, und – allein.

 

Bronverwysing:

Fontane, Th. 1861. Balladen. Berlyn: Verlag von Wilhelm Hertz. (bl. 32 – 34)

 

 

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