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Wilhelm Müller (1794 – 1827). Vertaling in Afrikaans

Monday, May 11th, 2020

 

 

 

Wilhelm Müller. Vertaling uit Duits in Afrikaans. Vert. deur Robert Schall

 

Winterreise

 

 

1 Gute Nacht

 

Fremd bin ich eingezogen,

Fremd zieh’ ich wieder aus.

Der Mai war mir gewogen

Mit manchem Blumenstrauß.

Das Mädchen sprach von Liebe,

Die Mutter gar von Eh’, –

Nun ist die Welt so trübe,

Der Weg gehüllt in Schnee.

 

Ich kann zu meiner Reisen

Nicht wählen mit der Zeit:

Muß selbst den Weg mir weisen

In dieser Dunkelheit.

Es zieht ein Mondenschatten

Als mein Gefährte mit,

Und auf den weißen Matten

Such’ ich des Wildes Tritt.

 

Was soll ich länger weilen,

Daß man mich trieb’ hinaus?

Laß irre Hunde heulen

Vor ihres Herren Haus!

Die Liebe liebt das Wandern,

Gott hat sie so gemacht –

Von einem zu dem andern –

Fein Liebchen, gute Nacht!

 

Will dich im Traum nicht stören,

Wär’ schad’ um deine Ruh’,

Sollst meinen Tritt nicht hören –

Sacht, sacht die Türe zu!

Schreib’ im Vorübergehen

An’s Tor dir: gute Nacht,

Damit du mögest sehen,

An dich hab’ ich gedacht.

 

 

2 Die Wetterfahne

 

Der Wind spielt mit der Wetterfahne

Auf meines schönen Liebchens Haus.

Da dacht’ ich schon in meinem Wahne,

Sie pfiff’ den armen Flüchtling aus.

 

Er hätt’ es ehr bemerken sollen,

Des Hauses aufgestecktes Schild,

So hätt’ er nimmer suchen wollen

Im Haus’ ein treues Frauenbild.

 

Der Wind spielt drinnen mit den Herzen,

Wie auf dem Dach, nur nicht so laut.

Was fragen sie nach meinen Schmerzen?

Ihr Kind ist eine reiche Braut.

 

 

3 Gefrorne Tränen

 

Gefrorne Tropfen fallen

Von meinen Wangen ab:

Ob es mir denn entgangen,

Daß ich geweinet hab’?

 

Ei Tränen, meine Tränen,

Und seid ihr gar so lau,

Daß ihr erstarrt zu Eise

Wie kühler Morgentau?

 

Und dringt doch aus der Quelle

Der Brust so glühend heiß,

Als wolltet ihr zerschmelzen

Des ganzen Winters Eis!

 

 

4 Erstarrung

 

Ich such’ im Schnee vergebens

Nach ihrer Tritte Spur,

Wo sie an meinem Arme

Durchstrich die grüne Flur.

 

Ich will den Boden küssen,

Durchdringen Eis und Schnee

Mit meinen heißen Tränen,

Bis ich die Erde seh’.

 

Wo find’ ich eine Blüte,

Wo find’ ich grünes Gras?

Die Blumen sind erstorben

Der Rasen sieht so blaß.

 

Soll denn kein Angedenken

Ich nehmen mit von hier?

Wenn meine Schmerzen schweigen,

Wer sagt mir dann von ihr?

 

Mein Herz ist wie erstorben,

Kalt starrt ihr Bild darin:

Schmilzt je das Herz mir wieder

Fließt auch ihr Bild dahin.

 

 

5 Der Lindenbaum

 

Am Brunnen vor dem Tore

Da steht ein Lindenbaum:

Ich träumt’ in seinem Schatten

So manchen süßen Traum.

 

Ich schnitt in seine Rinde

So manches liebe Wort;

Es zog in Freud’ und Leide

Zu ihm mich immer fort.

 

Ich mußt’ auch heute wandern

Vorbei in tiefer Nacht,

Da hab’ ich noch im Dunkel

Die Augen zugemacht.

 

Und seine Zweige rauschten,

Als riefen sie mir zu:

Komm her zu mir, Geselle,

Hier find’st du deine Ruh’!

 

Die kalten Winde bliesen

Mir grad ins Angesicht;

Der Hut flog mir vom Kopfe,

Ich wendete mich nicht.

 

Nun bin ich manche Stunde

Entfernt von jenem Ort,

Und immer hör’ ich’s rauschen:

Du fändest Ruhe dort!

 

 

6 Wasserflut

 

Manche Trän’ aus meinen Augen

Ist gefallen in den Schnee;

Seine kalten Flocken saugen

Durstig ein das heiße Weh.

 

Wenn die Gräser sprossen wollen

Weht daher ein lauer Wind,

Und das Eis zerspringt in Schollen

Und der weiche Schnee zerrinnt.

 

Schnee, du weißt von meinem Sehnen:

Sag’, wohin doch geht dein Lauf?

Folge nach nur meinen Tränen,

Nimmt dich bald das Bächlein auf.

 

Wirst mit ihm die Stadt durchziehen,

Muntre Straßen ein und aus;

Fühlst du meine Tränen glühen,

Da ist meiner Liebsten Haus.

 

 

7 Auf dem Flusse

 

Der du so lustig rauschtest,

Du heller, wilder Fluß,

Wie still bist du geworden,

Gibst keinen Scheidegruß.

 

Mit harter, starrer Rinde

Hast du dich überdeckt,

Liegst kalt und unbeweglich

Im Sande ausgestreckt.

 

In deine Decke grab’ ich

Mit einem spitzen Stein

Den Namen meiner Liebsten

Und Stund’ und Tag hinein:

 

Den Tag des ersten Grußes,

Den Tag, an dem ich ging,

Um Nam’ und Zahlen windet

Sich ein zerbrochner Ring.

 

Mein Herz, in diesem Bache

Erkennst du nun dein Bild?

Ob’s unter seiner Rinde

Wohl auch so reißend schwillt?

 

 

8 Rückblick

 

Es brennt mir unter beiden Sohlen,

Tret’ ich auch schon auf Eis und Schnee.

Ich möcht’ nicht wieder Atem holen,

Bis ich nicht mehr die Türme seh’.

 

Hab’ mich an jeden Stein gestoßen,

So eilt’ ich zu der Stadt hinaus;

Die Krähen warfen Bäll’ und Schloßen

Auf meinen Hut von jedem Haus.

 

Wie anders hast du mich empfangen,

Du Stadt der Unbeständigkeit!

An deinen blanken Fenstern sangen

Die Lerch’ und Nachtigall im Streit.

 

Die runden Lindenbäume blühten,

Die klaren Rinnen rauschten hell,

Und ach, zwei Mädchenaugen glühten! –

Da war’s geschehn um dich, Gesell!

 

Kömmt mir der Tag in die Gedanken,

Möcht’ ich noch einmal rückwärts sehn,

Möcht’ ich zurücke wieder wanken,

Vor ihrem Hause stille stehn.

 

 

9 Irrlicht

 

In die tiefsten Felsengründe

Lockte mich ein Irrlicht hin:

Wie ich einen Ausgang finde,

Liegt nicht schwer mir in dem Sinn.

 

Bin gewohnt das Irregehen,

‘S führt ja jeder Weg zum Ziel:

Unsre Freuden, unsre Leiden,

Alles eines Irrlichts Spiel!

 

Durch des Bergstroms trockne Rinnen

Wind’ ich ruhig mich hinab –

Jeder Strom wird’s Meer gewinnen,

Jedes Leiden auch sein Grab.

 

 

10 Rast

 

Nun merk’ ich erst, wie müd’ ich bin,

Da ich zur Ruh’ mich lege;

Das Wandern hielt mich munter hin

Auf unwirtbarem Wege.

 

Die Füße frugen nicht nach Rast,

Es war zu kalt zum Stehen;

Der Rücken fühlte keine Last,

Der Sturm half fort mich wehen.

 

In eines Köhlers engem Haus

Hab’ Obdach ich gefunden;

Doch meine Glieder ruhn nicht aus:

So brennen ihre Wunden.

 

Auch du, mein Herz, in Kampf und Sturm

So wild und so verwegen,

Fühlst in der Still’ erst deinen Wurm

Mit heißem Stich sich regen!

 

 

11 Frühlingstraum

 

Ich träumte von bunten Blumen,

So wie sie wohl blühen im Mai,

Ich träumte von grünen Wiesen,

Von lustigem Vogelgeschrei.

 

Und als die Hähne krähten,

Da ward mein Auge wach;

Da war es kalt und finster,

Es schrieen die Raben vom Dach.

 

Doch an den Fensterscheiben

Wer malte die Blätter da?

Ihr lacht wohl über den Träumer,

Der Blumen im Winter sah?

 

Ich träumte von Lieb’ um Liebe,

Von einer schönen Maid,

Von Herzen und von Küssen,

Von Wonne und Seligkeit.

 

Und als die Hähne krähten,

Da ward mein Herze wach;

Nun sitz’ ich hier alleine

Und denke dem Traume nach.

 

Die Augen schließ’ ich wieder,

Noch schlägt das Herz so warm.

Wann grünt ihr Blätter am Fenster?

Wann halt’ ich mein Liebchen im Arm?

 

 

12 Einsamkeit

 

Wie eine trübe Wolke

Durch heitre Lüfte geht,

Wenn in der Tanne Wipfel

Ein mattes Lüftchen weht:

 

So zieh’ ich meine Straße

Dahin mit trägem Fuß,

Durch helles, frohes Leben,

Einsam und ohne Gruß.

 

Ach, daß die Luft so ruhig!

Ach, daß die Welt so licht!

Als noch die Stürme tobten,

War ich so elend nicht.

 

 

13 Die Post

 

Von der Straße her ein Posthorn klingt.

Was hat es, daß es so hoch aufspringt,

Mein Herz?

 

Die Post bringt keinen Brief für dich:

Was drängst du denn so wunderlich,

Mein Herz?

 

Nun ja, die Post kömmt aus der Stadt,

Wo ich ein liebes Liebchen hatt’,

Mein Herz!

 

Willst wohl einmal hinübersehn

Und fragen, wie es dort mag gehn,

Mein Herz?

 

 

14 Der greise Kopf

 

Der Reif hat einen weißen Schein

Mir über’s Haar gestreuet.

Da glaubt’ ich schon ein Greis zu sein,

Und hab’ mich sehr gefreuet.

 

Doch bald ist er hinweggetaut,

Hab’ wieder schwarze Haare,

Daß mir’s vor meiner Jugend graut –

Wie weit noch bis zur Bahre!

 

Vom Abendrot zum Morgenlicht

Ward mancher Kopf zum Greise.

Wer glaubt’s? Und meiner ward es nicht

Auf dieser ganzen Reise!

 

 

15 Die Krähe

 

Eine Krähe war mit mir

Aus der Stadt gezogen,

Ist bis heute für und für

Um mein Haupt geflogen.

 

Krähe, wunderliches Tier,

Willst mich nicht verlassen?

Meinst wohl, bald als Beute hier

Meinen Leib zu fassen?

 

Nun, es wird nicht weit mehr gehn

An dem Wanderstabe.

Krähe, laß mich endlich sehn,

Treue bis zum Grabe!

 

 

16 Letzte Hoffnung

 

Hie und da ist an den Bäumen

Manches bunte Blatt zu sehn,

Und ich bleibe vor den Bäumen

Oftmals in Gedanken stehn.

 

Schaue nach dem einen Blatte,

Hänge meine Hoffnung dran;

Spielt der Wind mit meinem Blatte,

Zittr’ ich, was ich zittern kann.

 

Ach, und fällt das Blatt zu Boden,

Fällt mit ihm die Hoffnung ab,

Fall’ ich selber mit zu Boden,

Wein’ auf meiner Hoffnung Grab.

 

 

17 Im Dorfe

 

Es bellen die Hunde, es rasseln die Ketten;

Es schlafen die Menschen in ihren Betten,

Träumen sich Manches, was sie nicht haben,

 

Tun sich im Guten und Argen erlaben:

Und morgen früh ist Alles zerflossen. –

Je nun, sie haben ihr Teil genossen

Und hoffen, was sie noch übrig ließen,

Doch wieder zu finden auf ihren Kissen.

 

Bellt mich nur fort, ihr wachen Hunde,

Laßt mich nicht ruhn in der Schlummerstunde!

Ich bin zu Ende mit allen Träumen –

Was will ich unter den Schläfern säumen?

 

 

18 Der stümische Morgen

 

Wie hat der Sturm zerrissen

Des Himmels graues Kleid!

Die Wolkenfetzen flattern

Umher in mattem Streit.

 

Und rote Feuerflammen

Ziehn zwischen ihnen hin.

Das nenn’ ich einen Morgen

So recht nach meinem Sinn!

 

Mein Herz sieht an dem Himmel

Gemalt sein eignes Bild –

Es ist nichts als der Winter,

Der Winter, kalt und wild!

 

 

19 Täuschung

 

Ein Licht tanzt freundlich vor mir her;

Ich folg’ ihm nach die Kreuz und Quer;

Ich folg’ ihm gern und seh’s ihm an,

Daß es verlockt den Wandersmann.

 

Ach, wer wie ich so elend ist,

Gibt gern sich hin der bunten List,

Die hinter Eis und Nacht und Graus

Ihm weist ein helles, warmes Haus,

Und eine liebe Seele drin –

Nur Täuschung ist für mich Gewinn!

 

 

20 Der Wegweiser

 

Was vermeid’ ich denn die Wege,

Wo die andern Wandrer gehn,

Suche mir versteckte Stege

Durch verschneite Felsenhöhn?

 

Habe ja doch nichts begangen,

Daß ich Menschen sollte scheun, –

Welch ein törichtes Verlangen

Treibt mich in die Wüstenein?

 

Weiser stehen auf den Wegen,

Weisen auf die Städte zu,

Und ich wandre sonder Maßen

Ohne Ruh’ und suche Ruh’.

 

Einen Weiser seh’ ich stehen

Unverrückt vor meinem Blick;

Eine Straße muß ich gehen,

Die noch Keiner ging zurück.

 

 

21 Das Wirtshaus

 

Auf einen Totenacker

Hat mich mein Weg gebracht;

Allhier will ich einkehren:

Hab’ ich bei mir gedacht.

 

Ihr grünen Totenkränze

Könnt wohl die Zeichen sein,

Die müde Wandrer laden

In’s kühle Wirtshaus ein.

 

Sind denn in diesem Hause

Die Kammern all’ besetzt?

Bin matt zum Niedersinken,

Bin tödlich schwer verletzt.

 

O unbarmherz’ge Schenke,

Doch weisest du mich ab?

Nun weiter denn, nur weiter,

Mein treuer Wanderstab!

 

 

22 Mut

 

Fliegt der Schnee mir in’s Gesicht,

Schüttl’ ich ihn herunter.

Wenn mein Herz im Busen spricht,

Sing’ ich hell und munter.

 

Höre nicht, was es mir sagt,

Habe keine Ohren.

Fühle nicht, was es mir klagt,

Klagen ist für Toren.

 

Lustig in die Welt hinein

Gegen Wind und Wetter!

Will kein Gott auf Erden sein,

Sind wir selber Götter!

 

 

23 Die Nebensonnen

 

Drei Sonnen sah ich am Himmel stehn,

Hab’ lang’ und fest sie angesehn;

Und sie auch standen da so stier,

Als wollten sie nicht weg von mir.

 

Ach, meine Sonnen seid ihr nicht!

Schaut Andren doch in’s Angesicht!

Ja, neulich hatt’ ich auch wohl drei:

Nun sind hinab die besten zwei.

Ging nur die dritt’ erst hinterdrein!

Im Dunkeln wird mir wohler sein.

 

 

24 Der Leiermann

 

Drüben hinter’m Dorfe

Steht ein Leiermann

Und mit starren Fingern

Dreht er, was er kann.

 

Barfuß auf dem Eise

Wankt er hin und her;

Und sein kleiner Teller

Bleibt ihm immer leer.

 

Keiner mag ihn hören,

Keiner sieht ihn an;

Und die Hunde knurren

Um den alten Mann.

 

Und er läßt es gehen

Alles, wie es will,

Dreht, und seine Leier

Steht ihm nimmer still.

 

Wunderlicher Alter,

Soll ich mit dir gehn?

Willst zu meinen Liedern

Deine Leier drehn?

 

 

Winterreis

 

 

1 Goeie nag

 

Vreemd was ek met my aankoms,

vreemd moet ek weer vertrek.

Die lente het my tafel

met ruikers ryk gedek:

Die meisie praat toe van liefde,

haar moeder selfs van trou, –

nou is die pad in sneeu gehul,

die wêreld vaal en grou.

 

Ek kon die tyd nie kies nie

vir hierdie bitter reis;

ek moet, deur nag en donker,

vir my die pad self wys.

Die maan se skaduwee trek

as makker saam met my,

waar oor die gryswit vlaktes

die wild se spore sny.

 

Ag, waarvoor langer aanbly –

dat hulle my verdryf?

Laat maar hul brandsiek honde

voor hulle huise kyf!

Die liefde hou van swerwe

– God het dit so gemaak –

oor velerlei mooi erwe –

my liefste, lekker slaap!

 

Ek hoop jy word nie wakker,

ek wil jou droom nie steur,

moenie my voetval hoor nie –

ek sluit, sag-sag, die deur!

Ek skryf net in die weggaan

my groet nog op die hek;

dan weet jy, ek het aan jou

gedink toe ek vertrek.

 

 

2 Die weerhaan

 

Daar, op die huis van my geliefde

speel warrelwinde met die haan.

“Dit skel die arme vlugteling uit!“ –

verbeel ek my al in my waan.

 

Hy moes dit vroeër opgelet het,

dié windlawaai op die gebou,

dan sou hy nooit in hierdie huis nie

gesoek het na ʼn goeie vrou.

 

En binne speel die wind met harte,

nes op die dak, net minder luid.

Wat moet hul omgee vir my smarte?

Hul kind is mos ʼn welaf bruid.

 

 

3 Bevrore trane

 

Bevrore druppels kantel

van my gesig se wang:

Hoe kom ek dit nie agter,

huil ek alreeds so lang?

 

Ag trane, ag my trane,

is julle dan so lou

dat julle moet verhard

tot ys soos oggenddou?

 

En tog vloei julle skroeiend,

asof jul doelwit is

om hierdie hele winter

se yslaag te ontvries!

 

 

4 Verstarring

 

Vergeefs soek ek haar treë

daar op die sneeu se vlak,

waar, aan my arm, sy vroeër

deur liggroen gras sou stap.

 

Daarom wil ek hier neerkniel,

en al die sneeu en ys

ontdooi met snikheet trane,

totdat die aarde wys.

 

Waar vind ek nou ʼn bloeisel,

waar nou ʼn lentetuin?

Hier is net dooie blomme,

hul blare lankal bruin.

 

Wat mag ek van haar saamvat,

net my herinnering?

As ek van smart sou stilbly,

wie sou van haar dan sing?

 

Hier, in my hart se koue,

staar koud haar beeld en stom:

Sou ooit my hart weer smelt, dan

smelt ook haar beeld met hom.

 

 

5 Die lindeboom

 

By waters voor die stadspoort

daar staan ʼn lindeboom,

en telkens het sy skadu

soet drome my laat droom.

 

En in die boomstam kerf ek

dan graag ʼn liewe woord;

altyd, in leed en vreugde,

verlang ek na dié oord.

 

Ek het ook op my uittog

vannag verbygestryk,

maar het, al was dit donker,

van hom net weggekyk.

 

Toe ruis die boom se takke

asof hul my wil sus:

“Kom nader, beste makker,

hier vind jy ware rus!“

 

Net toe het koue winde

teen my gesig gewaai;

die hoed vlieg van my kop af,

– ek het nie omgedraai.

 

Nou is ek hoeveel ure

al by die boom verby,

maar steeds hoor ek die ruising:

“Hier sou jy rus kon kry!“

 

 

6 Watervloed

 

Vele trane uit my oë

het hier in die sneeu geval;

en die warm verdriet word gretig

ingedrink deur sy kristal.

 

Waar die grasse weer wil opskiet

waai ʼn milde lentebries,

en die sagte sneeu sal wegsmelt,

en die winter-ys ontvries.

 

Sneeu, jy weet van my verlange:

Sê, waarheen wil jy dan gaan?

Volg maar net die vloei van trane,

en die stroompie vat jou saam.

 

Met hom sal jy deur die stad loop:

Strate, mense, en gedruis;

waar my trane weer eens warm word,

staan my dierbaarste se huis.

 

 

7 Op die rivier

 

Rivier, jy het so vrolik

gerammel en gewoed;

nou loop jy stil, geruisloos,

en sonder afskeidsgroet.

 

Jy het ʼn harde korslaag

oor jou nat lyf getrek,

en jy lê koud en kalm

oor sand en gruis gestrek.

 

En in jou ysdop sny ek

met stukkies vlymskerp klip

die naam van my geliefde,

die dag, die uur, – heel stip:

 

Die dag van eerste groete,

die dag van laaste sien;

om naam en om getalle

krul ʼn gebreekte ring.

 

Sien jy jou eie beeld nou,

my hart, in die rivier?

Sou in sy dop die hart

ook swel met dié se gier?

 

 

8 Terugblik

 

Hoe brand dit onder my twee sole,

al stap ek hier oor sneeu en ys.

Ek sal nie stilstaan tot die torings

daar agter my nie meer verrys.

 

My voet gestamp teen elke kei –

so het ek uit die stad genael;

van elke straatboom het ʼn kraai

ysklonte op my kop laat hael.

 

O stad van wisselvalligheid,

hoe anders het jy my ontvang,

toe vink met nagtegaal wou stry

wie het vir my die mooiste sang:

 

Die lindebome het gebloei,

die hele mensdom het rinkink,

twee meisieoë het gegloei,

– my maat, jou doppie was geklink!

 

Roep ek dié dag my in gedagte

wil ek nog een keer terugwaarts kyk,

wil ek weer terug gaan, na haar huis toe,

en van dié plek dan nooit weer wyk.

 

 

9 Dwaallig

 

In ʼn diep en skurwe kloof

laat ʼn dwaallig my verdwaal:

Nogtans klim ek rustig verder,

ek sal wel ʼn doelwit haal.

 

Om te dwaal is my ou nering,

elke pad lei iewers heen:

blydskap, hartseer, vreugde, smarte –

dwaling gooi die dobbelsteen.

 

Deur ʼn stroom se droë lope

daal ek rustig, rustig af –

elke stroom sal wel die see haal,

elke smart kry wel sy graf.

 

 

10 Rus

 

Nou voel ek eers, waar ek hier lê,

ek is heel afgemat;

die voetslaan het my flink gehou

op dié klipharde pad.

 

My voete het nie rus gevra nie,

dit was te koud vir staan;

my rug het geen gewig gevoel nie,

en stormwind dryf my aan.

 

ʼn Houtskoolbrander se klein huis

bied skuiling teen die weer;

my lyf kan egter kwalik rus,

my wonde is te seer.

 

Ook jy, my hart, sterk in die storm,

stoutmoedig in die stryd,

voel nou eers in die stilte hoe

jou adder seer kan byt.

 

 

11 Lentedroom

 

Ek droom van kleurvolle blomme,

soos ʼn blom in die lente moet bloei,

ek droom van welige grasse,

groen en vars, soos grasse moet groei.

 

Maar toe die hane gekraai het,

word ek wakker en sien die sneeu;

toe was dit koud en duister,

en eintlik het kraaie geskreeu.

 

Maar kyk: Die vensters se ruite –

wie skilder die blare daarop?

Seker lag julle oor die dromer

wat hom deur ʼn ysblom laat fop.

 

Ek droom van liefde om liefde,

van ʼn meisie mooi en sag,

van soene en liefkosings,

van saligheid, blydskap en lag.

 

Maar toe die hane gekraai het,

ruk my hart tot in sy boom;

nou sit ek hier op my eie

en onthou met verlange my droom.

 

Nou sluit ek weer my oë,

maar die hart, die hart klop nog warm.

Sal die venster se blare ooit groen word?

Lê my liefste ooit weer in my arm?

 

 

12 Eensaamheid

 

Nes grys en somber wolke

oor helder lug kan saai,

as deur ʼn boom se blare

ʼn sagte briesie waai:

 

So trek ek op my weë

met trae voete heen,

deur vreugdevolle lewe:

Misken, verwerp, alleen.

 

Ag, dat die wind so stil is,

die wêreld lig en bly!

Toe nog die storm gewoed het,

was ek van sorge vry.

 

 

13 Die pos

 

Die posman blaas sy beuel dat dit klink.

Hoe is dit dat jy vreugde drink,

my hart?

 

Die posman het vir jou geen brief gebring.

Hoe beur jy dan so sonderling,

my hart?

 

Nou ja, die pos kom van die stad,

waar ek eens ʼn geliefde had,

my hart!

 

Wil jy graag oorstap en gaan vra,

hoe gaan dit met jou liefste daar,

my hart?

 

 

14 Die grys kop

 

Die ryp het oor my kop oornag

ʼn skyn van wit gesprei;

toe glo ek al ek is nou oud

en was uitbundig bly.

 

Maar gou het dit weer weggedou

en swart is weer my hare,

ek het ʼn afsku van my jeug –

my uitvaart neem nog jare!

 

Van skemeraand tot skemerdag

word menigeen al grys.

Helaas, my kop misluk daarmee

dwarsdeur die hele reis!

 

 

15 Die kraai

 

Met my uittog uit die stad

was by my ʼn kraai;

en tot nou toe het dit stadig

om my kop gedraai.

 

Kraai, jou wonderlike ding,

wil jy by my bly?

Jy dink seker, jy sal my

gou as prooi kan kry?

 

Wel, my reis gaan nie meer ver nie

met my wandelstaf.

Kraai, wys jý vir my wat trou is,

trou tot in die graf!

 

 

16 Laaste hoop

 

Hier en daar sien ek bont blare

aan die bome van ʼn laan,

en ek bly voor hierdie bome

kort-kort in gedagte staan.

 

Ek bekyk een van die blare,

en ek hang my hoop daaraan;

as die wind speel met die blare,

beef my blaar, en ek beef saam.

 

Ag, en as die blaar dan afval,

val met hom my hoop ook af,

val ek self met hom dan grond toe

en huil op my hoop se graf.

 

 

17 In die dorp

 

Dis hondegeblaf, dis kettings wat ratel;

dis mense wat slaap soek in hulle katel,

wat droom van die dinge wat hulle nie het,

en troos vind én binne én buite die wet:

En vroegdag môre het alles vervliet –

maar wel, hulle hét hulle aandeel geniet,

en wat hulle nou sou agterlaat

hoop hulle sal hulle dalk later nog baat.

 

Jaag my gerus weg, blaffende honde,

laat my nie rus nie, wie is nou vaak?

Ek het mos reeds al my drome gedroom –

wat moet ek dan tussen die slapendes maak?

 

 

18 Die stormagtige oggend

 

Hoe het die storm die lug

se grys kleed afgepluk!

Net flardes wolke fladder

nog floutjies vir ʼn ruk.

 

En leksels roesrooi vlamme

proe aan die eerste blou:

Só lyk vir my ʼn oggend,

as ek van hom moet hou!

 

My hart sien daar sy spieëlbeeld

geteken in die lug –

dit is maar net die winter,

die winter, koud en stug!

 

 

19 Misleiding

 

ʼn Lig dans vriendelik voor my,

ek volg hom graag deur die kontrei;

ek volg hom graag want ek kan sien

hy wil die reisiger mislei.

 

Ag, wie soos ek ellendig is,

laat hom graag liemaak deur ʼn lis

wat hom in plaas van nag en ys

ʼn warm en helder huis kan wys

– waar selfs ʼn liewe siel dalk woon.

Misleiding kan my net beloon!

 

 

20 Die padwyser

 

Hoe vermy ek dan die paaie

waarlangs ander stappers reis,

en loop net verskuilde draaie

deur gebergtes onder ys?

 

Ek het mos niks verkeerd gedoen nie

dat ek mense moet vermy –

watter sotlike verlange

dryf my in die woesteny?

 

Padwysers staan langs die paaie,

elk wys na ʼn ander hoek

waar ek sonder rus moet rondswerf

want dis rus, rús wat ek soek.

 

Maar één wyser staan onwrikbaar

voor my oog, vlak by ʼn brug:

Elke mens moet dié brug oorstap,

maar nie een kom ooit weer terug.

 

 

21 Die herberg

 

Tot by ʼn dodeakker

het my die pad gelei.

Hiér is waar ek wil kuier,

so dink ek toe by my.

 

Sou hierdie dodekranse

die tekens wees, miskien,

wat moeë stappers uitnooi,

die koele herberg in?

 

Maar al die huis se kamers

is lank reeds ingeneem –

ek staan, en staar, en steier

en stort doodmoeg ineen.

 

Genadelose herberg,

wys jy my nogtans af?

Nou verder dan, net verder,

my troue wandelstaf!

 

 

22 Moed

 

Waai die sneeu teen my gesig vas,

skud ek hom net af.

As die hart in my wil praat,

sing ek bly en laf:

 

ek hoor nie wat hy wil sê nie,

loën sy geraas;

ek voel niks as hy wil kla nie,

klaery is dwaas.

 

Vrolik stap die wêreld in,

durf die onweer aan!

Óns is, waar geen god wil wees nie,

kaatjie van die baan!

 

 

23 Die bysonne

 

Drie sonne sien ek in die lug,

ek het dié drie stip dopgehou

want hulle staan so stil en star

of hulle mý ook wil beskou.

 

Ag, julle is my sonne nie!

Kyk anderman in die gesig!

Ja, onlangs had ek ook nog drie:

Nou het die beste twee geswig.

Ek wens die derde was ook weg!

Die donker nag is minder sleg.

 

 

24 Die orreldraaier

 

Anderkant die dorpie

staan die orrelman,

met sy stywe vingers

draai hy wat hy kan.

 

Kaalvoet in die koue

wankel hy en swik;

sy kollektebordjie

is die leë blik.

 

Niemand wil kom luister,

niemand kyk na hom,

net die honger honde

maal om hom en grom.

 

En hy laat dit gaan,

alles, hoe dit wil,

draai en draai, – sy slinger

draai en staan nooit stil.

 

Koddige ou kêrel,

moet ons saam gaan waai?

Sal jy op mý wysies

ook jou slinger draai?

 

 

 

Erkenning: Die vertaler gee met dank erkenning aan Lau Kanen en Marlies Taljard se waardevolle kommentare op die vertaling. Die vindingryke rym in vers Nommer 1, ”die liefde hou van swerwe // oor velerlei mooi erwe” het ek met bewondering uit Lau Kanen se Nederlandse vertaling gesteel. (Lau Kanen se Nederlandse vertaling is op www.lieder.net beskikbaar.)

 

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